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Feldpost an Joseph Partsch

Als Nachfolger Friedrich Ratzels kam der Schlesier Joseph Partsch (1851–1925) 1905 auf den Lehrstuhl für Geographie an der Universität Leipzig. Er scheint ein beliebter Hochschullehrer gewesen zu sein, seine Schüler verehrten ihn und hielten auch nach dem Studium Kontakt zu ihm. Diese enge Lehrer-Schüler-Beziehung sollte sich während des Ersten Weltkriegs bewähren. Aus dem Studium herausgerissen, mussten die angehenden Geographielehrer Kriegsdienst leisten. Eine wichtige Verbindung zur Heimat bildeten ihr alter Professor und seine Frau, die den Soldaten kleine Geschenke in die Schützengräben sandten, vor allem aber ein offenes Ohr für sie hatten. Im Nachlass von Partsch befindet sich ein Konvolut Feldpost (Postkarten und Briefe). Obwohl die Inhalte der Briefe zumeist unspektakulär waren, ziehen sie den Leser in den Bann. Der Krieg als Tagesgeschäft, der Tod als alltägliche Erfahrung und die Korrespondenz als Ablenkung vom Grauen.

Die Feldpost an Joseph Partsch erschien 2014 als Anthologie unter dem Titel "Die Feder versagt ...“ im Leipziger Universitätsverlag. Einige ausgewählte Briefe finden sich auch in unserem Audioarchiv

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