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Die Reise des sächsischen Königs 1911 in die Nilländer

Friedrich August III., der letzte König von Sachsen, unternahm von Ende Februar bis Anfang April 1911 eine Reise nach Nordostafrika. In seiner Begleitung befanden sich bis zu 13 Personen seines Hofstaats, aber auch Wissenschaftler und Künstler, wie der Maler Wilhelm Kuhnert. Die illustre Gesellschaft reiste mit dem Schnelldampfer „Großer Kurfürst“ von Genua nach Suez, durch den Suezkanal und das Rote Meer bis Port Sudan. Auf dem Landweg und anschließend auf dem Weißen Nil mit einem kleineren Dampfer ging es weiter stromaufwärts. Die Reise diente der Bildung (Besichtigung der berühmten Ausgrabungsstätten in Ägypten, z. B. Abu Simbel, Insel Philae, Theben, Luxor, Karnak) und der Jagd (Antilopen, Büffel, Nilpferde, Giraffen u. a.). Die Jagdexpedition startete in Khartum und führte in den Südsudan, wo am Giraffenfluss (Bahr el Zeraf) der südlichste Punkt erreicht wurde.

Im Archiv für Geographie befinden sich sieben in Leder eingebundene Prachtalben mit 700 Fotografien. Die meisten stammen vom König selbst und sind ein interessantes Beispiel für eine adlige Bildungs- und Jagdreise im Zeitalter des Imperialismus. Zu den Bildmotiven gehören Szenen an Bord der Schiffe, von der Reisegesellschaft, Jagdbilder, bildungstouristische Motive von Städten und archäologischen Stätten, aber auch ethnologisch interessante Motive von den Schilluk, den Dinka und anderen Völkern am Nil.

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