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Wettertrupp "Haudegen"

Während des Zweiten Weltkriegs unterhielt das Deutsche Reich im subpolaren Raum mehrere Wetterstationen. Sie mussten jeden Tag mehrfach Wettermeldungen in die Heimat absetzen, um dadurch die für Kriegsoperationen wichtigen Wetterbedingungen besser vorhersagen zu können. Eine dieser Wetterstationen wurde im September 1944 auf der zu Spitzbergen gehörenden Insel Nordostlanderhielt eingerichtet. Nach ihrem Leiter, dem Geographen Dr. Wilhelm Dege, erhielt sie den Tarnnamen „Haudegen“. Nach Kriegsende „vergaß“ man die elf Soldaten in der Arktis, die weiterhin ihre Wettermessungen vornahmen. Erst Anfang September 1945 nahm ein Robbenfänger die Mitglieder von „Haudegen“ auf und brachte sie nach Norwegen. Für die letzten Wehrmachtssoldaten war der Krieg zu Ende.

Während des Aufenthalts auf Spitzbergen entstanden zahlreiche Fotografien und Filmaufnahmen, die das Archiv des IfL vom Sohn des Stationsleiters, Professor Eckart Dege, erhielt. Mehr als 700 der Fotos wurden digitalisiert. Sie zeigen die Soldaten bei ihren meteorologischen Aufgaben, vermitteln aber auch Einblicke in den Alltag in der polaren Eiswüste, fernab des Kriegsgeschehens. Sie suggerieren dem Betrachter Normalität, während in Mitteleuropa und Ostasien die Welt unterging. Nicht alle Fotos haben den Lauf der Zeit unbeschadet überstanden. Viele sind durch Lichteinfall und chemische Prozesse verloren oder stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine nachträgliche digitale Bildbearbeitung war daher unumgänglich. Aus urheberrechtlichen Gründen sind die Fotos mit einem Wasserzeichen versehen.

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