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Multiple Geographien regionaler und lokaler Entwicklung

Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Integration in Europa wurde immer auch mit dem Ziel vorangetrieben, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und ausgeglichener zu gestalten. Gemeinsame politische Werte sollten dazu ebenso beitragen wie freier Handel, ein gemeinsamer Markt und die Mobilität von Personen und Ideen. Dennoch entwickeln sich Räume oft ungleich. Im Hinblick darauf erarbeitet der Forschungsbereich neue Perspektiven auf divergierende sozialräumliche Entwicklungen, die „multiple Geographien“ zur Folge haben. Im Fokus steht die Frage, wie politische, ökonomische und zivilgesellschaftliche Akteure neue Entwicklungen in Gang setzen, welche Barrieren dabei überwunden werden und welche Prozesse zu einer sozialräumlichen Bevorzugung oder Benachteiligung von Akteuren beziehungsweise Orten und Regionen führen. Mit Blick auf die Debatten um eine ausgeglichene und gerechte Raumentwicklung erarbeitet der Forschungsbereich alternative Perspektiven für strukturschwache und peripherisierte Regionen. Im Fokus stehen Formen von Regionalentwicklung, die bisher in der Öffentlichkeit wenig Beachtung finden. 

Derzeit geht der Forschungsbereich in meist transnational vergleichenden Studien diesen Fragen auf den Grund: Welche Rolle spielen lokale räumliche Rahmenbedingungen und Bezüge in sozialen und ökonomischen Innovationsprozessen? Welches Potenzial steckt in alternativen ökonomischen Ansätzen außerhalb des neoliberalen Mainstreams? Inwiefern können Prozesse des regionalen und lokalen Wandels als kollaborative Prozesse staatlichen und nichtstaatlichen bzw. semistaatlichen Handelns verstanden werden? Wie und unter welchen Bedingungen positionieren sich Städte, Regionen und insbesondere peripherisierte Räume neu im Kontext von Europäisierung, Nationalstaatsbildung, Internationalisierung und Globalisierung?