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Projekt-Info

Mitwirkende

Thilo LangFranziska Görmar

Kooperation(en)

Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (Projektkoordination); Hochschule Zittau/Görlitz; TRAWOS-Institut; Institut für Sozialinnovation, Berlin; Humboldt-Universität zu Berlin

Dauer

11/2022 – 10/2025

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderprogramm REGION.innovativ

Kontakt

Prof. Dr. Thilo Lang
t_lang(at)leibniz-ifl.de
+49 341 600 55-159

Aufbau Transformativer Kapazitäten zur Aktivierung regionaler Innovationssysteme – ATRAKTIV

Teilprojekt: Transformativer Wandel aus der Perspektive der Innovationsgeographie

Innovationen sind wichtige Antriebskräfte für gesellschaftliche Wandlungsprozesse. Angesichts fundamentaler Krisen und Herausforderungen wie Klimawandel, Artensterben, Digitalisierung oder demografischer Wandel braucht es mehr denn je tiefgreifende Veränderungen. Inwieweit Städte und Regionen in der Lage sind, die zur Krisenbewältigung erforderlichen Prozesse zu gestalten, hängt wesentlich von ihren transformativen Kapazitäten ab.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt erforscht transformative Innovationssysteme in Regionen, die als strukturschwach gekennzeichnet sind. Transformative Innovationssysteme sind regionsspezifische Akteurs- und Institutionennetzwerke, welche den Aufbau transformativer Kapazitäten mitbestimmen und Einfluss auf die Entwicklung und Verbreitung von transformativen Innovationen nehmen. Entgegen einer traditionellen, technologischen Sichtweise auf Innovationen liegt dem Projekt ein weit gefasstes Innovationsverständnis zugrunde. Im Kern geht es um die Frage, was soziale Innovationen, die mit nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Denk-, Handlungs- und Organisationsweisen verbunden sind, für die Fähigkeit von Regionen bedeuten, auf Veränderungen zu reagieren.

ATRAKTIV verfolgt einen Ansatz kooperativer Projektsteuerung, in dem die Partner auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Die Arbeitsteilung betrifft vor allem die Verantwortung für die empirische Arbeit in den Fallregionen. Ausgewählt wurden vier eher periphere, ländliche Regionen ohne starkes wirtschaftliches Zentrum: die Landkreise Dithmarschen in Schleswig-Holstein (Koordination: ISInova), Görlitz/Oberlausitz in Sachsen (Koordination: HSZG) und der Kyff­häuser­kreis (Koordination: IfL) sowie der Saale-Holzland-Kreis in Thüringen (Koordination: HU Berlin). Diese Auswahl administrativer Gebiete dient einer ersten Annäherung an vorhandene regionale Innovationssysteme, welche nicht zwangsläufig entlang dieser Grenzen verlaufen. Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft werden drei übergeordnete Ziele verfolgt:

  • Erstens wird das Projekt auf Basis der Wissensbestände aus Transformationsforschung, Innovationsgeographie, Soziologie und Engagementforschung einen neu­en theoretischen Bezugsrahmen zur Bewertung gesellschaftlicher Innovations­fähig­keit erarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Befähigung von Regionen, transformativen Wandel erfolgreich und sozial gerecht zu gestalten.
  • Zweitens wird anhand von und in Zusammenarbeit mit den Regionen empirisch herausgearbeitet, welche akteursbezogenen, räumlichen und zeitlichen Innovationsmuster und -dynamiken dem entwickelten Bezugsrahmen entsprechend zu beobachten sind.
  • Drittens entwickelt das Projekt gemeinsam mit den regionalen Akteurinnen und Akteuren konkrete Governance-Ansätze, Methoden und Instrumente, um Kapazitäten für die Aktivierung transformativer Innovationssysteme aufzubauen. Außerdem werden die Regionen bei den ersten Schritten auf dem Weg zu einer neuen Innovationspolitik unterstützt.

Zur Erarbeitung dieser Ziele verfolgt das Projekt einen theoriegeleiteten, ver­gleichen­den Fallstudienansatz, in dem ein Mix aus Methoden der quantitativen und qualita­ti­ven Sozialforschung zum Einsatz kommt.

Transformativer Wandel aus der Perspektive der Innovationsgeographie

Das Teilvorhaben des IfL befasst sich mit transformativem Wandel aus der Perspektive der Innovationsgeographie. Der Fokus liegt auf der Akteurs- und Narrationsanalyse sowie den Akteurs-, Raum- und Zeitdynamiken in transformativen Innovationssystemen. Narrative werden dabei als wichtige Komponenten transformativer Innovationssysteme angesehen, die entsprechende Werte, Normen und Überzeugungen weitertragen und so eine gemeinsame Identität herstellen. Das Teilvorhaben des IfL wird im Kyffhäuserkreis durch das Projekt „Engagierte Stadt Sondershausen“ und die Freiwilligenagentur sowie von der 3D-Schilling GmbH unterstützt.

 

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