Wir verwenden Cookies, um unsere Website für Sie optimal zu gestalten.

Zur Analyse nutzen wir den Webdienst Matomo. Ihre persönlichen Daten – darunter Ihre IP-Adresse – werden vor der Verarbeitung anonymisiert. Bitte stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Projekt-Info

Mitwirkende

Ute Wardenga, Dirk Hänsgen, Ninja Steinbach-Hüther

Kooperation(en)

Universität Leipzig, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa

Dauer

01/2020 – 12/2023

Förderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kontakt

Prof. Dr. Ute Wardenga
Tel. +49 341 600 55-110
U_Wardenga@leibniz-ifl.de

Raumsemantiken der Geographie im 19. und 20. Jahrhundert

Teilprojekt im Sonderforschungsbereich "Verräumlichungs­prozesse unter Globalisierungsbedingungen" (SFB 1199)

Das Projekt analysiert das komplexe Geflecht von Logiken der Verräumlichung, Formatierung von Räumen und Herstellung von Raumordnungen im 19. und 20. Jahrhundert. Unter „Raumsemantik“ versteht das Projektteam sprachlich und visuell vermittelte Bedeutungen und Sinnstrukturen von Raum und Räumlichkeit. Darunter fallen ausdrücklich auch Imaginationen, Visualisierungen, Bilder und in Texten überlieferte Metaphern. Im Fokus stehen die für die Analyse von Raumsemantiken besonders aufschlussreichen Übergänge, Verschiebungen und Übersetzungen zwischen unterschiedlichen Medien, Sprachen und Kontexten.

Das Vorhaben knüpft an die Auswertungen der Zeitschriften von rund 30 Geographischen Gesellschaften an, die zwischen 1821 und 1914 in Europa, Nord- und Südamerika, Ostasien, Nordafrika und Australien erschienen sind (mehr erfahren). Diese in der ersten Förderphase des SFB 1199 gewonnenen Daten sollen in einem Teilprojekt mithilfe von Anwendungen der digitalen Geisteswissenschaften analysiert werden, um dem internationalen Wandel von Raumsemantiken speziell im englisch-, französisch- und deutschsprachigen Bereich auf die Spur zu kommen. Eine weitere Teilstudie untersucht zwei populäre, im Überschneidungsbereich von Wissenschaft, Schule und Öffentlichkeit angesiedelte Zeitschriften in der Zwischenkriegszeit und nach 1945. Hier geht es um die Frage, inwieweit der Wandel von Raumsemantiken als geographische Reaktionen auf die Veränderung globalisierter Raumordnungen gedeutet werden kann.

zurück