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Projekt-Info

Mitwirkende

Wladimir Sgibnev, Rano Turaeva-Hoehne

Kooperation(en)

Deutsch-Kasachische Universität, Kasachstan; Staatliche Universität Chudschand, Tadschikistan; Staatliche Universität Tiflis, Georgien

Dauer

07/2018 – 06/2020

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kontakt

Dr. Wladimir Sgibnev
Tel.: +49 341 600 55-161
w_sgibnev(at)leibniz-ifl.de

Überlebensstrategien und neue Praktiken der Raumnutzung in ehemaligen Bergbaustädten an der postsowjetischen Peripherie

In ehemaligen Bergbaustädten der postsowjetischen Peripherie ist die staatliche Versorgung mit Strom, Wasser und Gesundheitsleistungen oft entweder unzureichend oder überhaupt nicht vorhanden. Das Projekt untersuchte, welche Strategien die Bewohner dieser Städte entwickelt haben, um unter solchen schwierigen Bedingungen dennoch ihre Existenz zu sichern – beispielsweise durch die Verpachtung von Gartengrundstücken für den privaten Bergbau auf Manganknollen in der georgischen Stadt Tschiatura, deren Gas- und Wasserleitungsnetz durch jahrelange systematische Vernachlässigung inzwischen völlig verrottet ist. Der Schwerpunkt liegt auf neuen Praktiken in den Bereichen Landnutzung, Wirtschaften und Wohnen sowie auf Fragen der Mobilität bzw. Immobilität. Das Projekt fragte außerdem, wie sich staatliche Aufbauprogramme zur "Stärkung der Widerstandsfähigkeit" auf den Alltag der Menschen auswirken.

Das kollaborativ angelegte Vorhaben verfolgte weiter das Ziel, neue Forschungsnetzwerke zu initiieren und die Voraussetzungen für zukünftige gemeinsame Projekte von Partnern aus Zentralasien und dem Kaukasus zu schaffen. Um die Forschungsstrukturen in der Region zu stärken und akademische Karrieren zu ermöglichen, sollten insbesondere junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingebunden werden. Genauso wichtig war die Kooperation mit Vertretern der lokalen Behörden, deren Kenntnisse und Einschätzungen in konkrete Handlungsempfehlungen einfließen sollten. Durch diese Zusammenarbeit konnten zivilgesellschaftliche Strukturen gestärkt werden und Maßnahmen, z.B. der Armutsbekämpfung, später besser umgesetzt werden.

Das Projekt knüpfte an Vorarbeiten an, die am IfL seit 2015 unternommen wurden, um ein Forschungskonsortium für die weiterführende wissenschaftliche Zusammenarbeit zu etablieren.

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