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Geographien der Angst und Unsicherheit – Vom „Flüchtlingssommer“ 2015 bis zur COVID‐19‐Pandemie

Foto: Nina Voshage

Fachsitzung im Rahmen der digitalen #GeoWoche2021, organisiert von unseren IfL-Kolleginnen Bettina Bruns und Kristine Beurskens gemeinsam mit Judith Miggelbrink von der TU Dresden

Ereignisse wie der „Flüchtlingssommer“ 2015, Russlands Annexion der Krim oder das Aufkommen der Covid-19-Pandemie haben das Potenzial, Bedrohungs- und Unsicherheitsgefühle bei weiten Teilen der Bevölkerung der EU hervorzurufen. Politik, Angst und Unsicherheit sind scheinbar unauflöslich miteinander verbunden. Etwa indem auf Ängste und Unsicherheit mit Angeboten der Erzeugung von Sicherheit reagiert wird oder emotionale Zustände als ideologischer Nährboden für rechtsextreme, populistische, rassistische und/oder nationalistische Politiken genutzt werden. Angst und Unsicherheit sind vielfach mit räumlichen Verhältnissen verschmolzen, genauso wie Diskurse und Praktiken, die Sicherheit herzustellen versprechen und Sicherheit organisieren.

Die Fachsitzung will der Rolle von Angst und Unsicherheit in der Produktion sozialer Räume entlang dieser Fragen nachgehen:

  • Wie nutzen Akteure räumliche Strategien zur Herstellung von Sicherheit, wie bedienen sie sich emotionaler Adressierungen von Angst und Unsicherheit zur Durchsetzung ihrer Ziele?
  • Inwieweit stellen die Delegation, Verantwortung und Aneignung von sicherheitsherstellenden Maßnahmen sowie Selbstermächtigungen das staatliche Gewaltmonopol in Frage?
  • Wie werden durch Angst und Unsicherheit Identitäten und Ausschlüsse (re-)produziert und autoritäre Verhältnisse begünstigt?

Mit Beiträgen von Frederieke Westerheide (Universität Halle), Sabine von Löwis (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien – ZOiS, Berlin), Philipp Hövel (Universität Münster) sowie Carolin Genz und Ilse Helbrecht (beide HU Berlin)

Infos und Anmeldung

Details zur Fachsitzung "Geographien der Angst und Unsicherheit" (V-Nr.: 070_00) in der Programmübersicht auf Seite 194

Kostenlose Anmeldung zur #GeoWoche2021 unter https://www.phil.uni-passau.de/index.php?id=129520

#GeoWoche2021

Als Ersatz für den auf 2023 verschobenen Deutschen Kongress für Geographie findet vom 5. bis 9. Oktober 2021 unter dem Label #GeoWoche2021 eine virtuelle Veranstaltung für die gesamte geographische Community statt. Es gibt einen zentralen, von der Deutschen Gesellschaft für Geographie bzw. ihren Teilverbänden organisierten Programmteil sowie einen dezentralen Programmteil, der die Chance bietet, eigene Schwerpunkte zu setzen. Mehr erfahren