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The City as Spectacle of Self-Colonization: the Modernization of Sofia 1878–1914

online

Vortrag von Alexander Kiossev, Professor für Moderne Kulturgeschichte und Direktor des Kulturzentrums der Universität Sofia, am 1. Dezember um 17 Uhr

Der Vortrag befasst sich mit der Modernisierung der Stadt Sofia nach 1878. Die kleine ehemals osmanische Stadt, die zur Hauptstadt des neuen Fürstentums Bulgarien gewählt wurde, wuchs und erlebte eine Reihe von raschen Veränderungen. In einem Prozess der beschleunigten Modernisierung wurde eine neue städtische Infrastruktur geschaffen (Wasserversorgung, Kanalisation, Verkehr, Elektrizität etc.). Diese funktionale Modernisierung reichte jedoch nicht aus: Sowohl die neue Stadtverwaltung als auch die Bevölkerung träumten von einer "europäischen Hauptstadt" und begannen daher, die Stadt zu "entorientalisieren". Innerhalb von zwei Jahrzehnten führte dies zu einer massiven Umgestaltung der Skyline und des zentralen Teils von Sofia. Der Vortrag analysiert diese radikale urbane Transformation als einen ambivalenten Prozess der eurozentrischen Selbstkolonisierung.

Der Vortrag findet online in englischer Sprache statt.

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Der Vortrag ist Teil der Mittwochsvorträge in Specks Hof, einer Vortragsreihe des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO). Er wird gemeinsam vom IfL-Projekt CoMoDe und dem GWZO organisiert und vom Leibniz ScienceCampus Eastern Europe – Global Area gefördert.

Über den Referenten:

Alexander Kiossev ist Professor für Moderne Kulturgeschichte und Direktor des Kulturzentrums der Universität Sofia. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die Probleme des Lesens, die visuelle Kultur der Stadt, die Kulturgeschichte des Totalitarismus und des Übergangs. Zu seinen Veröffentlichungen gehören mehrere Bücher sowie Sammelbände auf Englisch, Deutsch und Bulgarisch. Viele seiner Artikel wurden ins Englische, Deutsche, Französische, Niederländische, Ukrainische, Tschechische, Polnische, Rumänische, Serbische und Mazedonische übersetzt.