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Vom „Flickenteppich“ zur Darstellung komplexer historischer Räume. Kritische Perspektiven auf die Kartographie des frühneuzeitlichen Alten Reichs

17.15 Uhr, Online

Vortrag von Christophe Duhamelle und Falk Bretschneider im Rahmen des Leipziger Geographischen Kolloquiums

Zum Vortrag

Der hochgradig fragmentierte Raum des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation galt lange Zeit als besonderer Beweis der vermeintlichen politischen Rückständigkeit dieses imperialen Systems in der Mitte des frühneuzeitlichen Europas. Zersplitterung allenthalben, die im Bild des „Flickenteppichs“ eine griffige Formel gefunden hat. Seit einigen Jahren nun werfen Historikerinnen und Historiker einen neuen Blick auf die Andersartigkeit solcher historischen Räume, die mit den Kategorien der modernen politischen Geographie kaum zu fassen sind. Das gilt auch für ihre kartographische Darstellung, die eine besondere Herausforderung darstellt.

Der Vortrag wird einen Überblick über aktuelle Ergebnisse der Raumforschung zum Alten Reich geben und anhand konkreter Beispiele insbesondere auf neue Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten der Visualisierung eingehen.

Zu den Referenten

Prof. Dr. Christophe Duhamelle ist Directeur d’études an der Ecole des hautes études en sciences sociales (EHESS) in Paris. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Geschichte der konfessionellen Beziehungen im Alten Reich.

Dr. Falk Bretschneider ist Maître de conférences an der EHESS und arbeitet zur Geschichte von Strafpraktiken im Alten Reich.

Teilnahme

Die kostenlose Veranstaltung findet am 12. April 2022 um 17.15 Uhr als Zoom-Meeting statt:


Veranstaltungsplakat im PDF-Format